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Schorlau, Wolfgang: Die letzte Flucht - Dengler ermittelt Bd. 6

Artikelnummer: 978-3-86804-453-9

Was haben der Mord an einem Mädchen und die Entführung eines Pharmabosses miteinander zu tun?

Verlagsinformation:

Letzter Ausweg – Rache

Privatermittler Georg Dengler nimmt den Auftrag an, für die Verteidigung von Prof. Dr. Bernhard Voss zu ermitteln. Die Berliner Polizei hat lückenlose Beweise gegen den mutmaßlichen Mörder und Vergewaltiger der neunjährigen Jasmin vorgelegt. Doch schon bald wachsen Zweifel: Hat hier jemand versucht, den Mediziner Voss, renommierter Forscher an der Berliner Charité, aus dem Verkehr zu ziehen? Dengler, ehemaliger Zielfahnder des Bundeskriminalamts, macht sich an die Arbeit – und entdeckt erste Widersprüche ...Altersempfehlung: ab Jahren

© Audio Media Verlag

Rezension:

Was hat die Entführung und Ermordung eines Mädchens mit der Entführung des Geschäftsführers eines Pharmaunternehmens zu tun? Das ist die Frage, die sich der Hörer lange Zeit stellt.

Privatermittler Dengler wird in seinem sechsten Fall von einem Anwalt aus Berlin gebeten, die Unschuld seines Mandanten zu beweisen. Dr. Voss soll ein Mädchen entführt und ermordet haben. Vor allem sein Sperma ist für die Polizei der unumstößliche Beweis seiner Schuld. Doch auch andere Fakten sprechen gegen ihn. Einzig, dass alle, die ihn kennen von seiner Unschuld überzeugt sind, lässt Dengler zweifeln.
Gleichzeitig wird an einem kalten Wintertag Dirk Assmuss, Geschäftsführer eines der führenden deutschen Pharmaunternehmen entführt. Sein Entführer befragt ihn zu den Geschäftspraktiken des Unternehmens. So erfährt auch der Hörer Stück für Stück, wie die Pharmaindustrie ihre Medikamente gewinnbringend vermarktet.

Wolfgang Schorlau ist es gelungen einen spannenden Kriminalfall mit fundamentaler Gesellschaftskritik zu verbinden. Egal, ob man gerade den Ermittlungen Denglers zuhört oder den dazwischen gesetzten Gesprächen zwischen Assmann und seinem Entführer, immer ist man neugierig wie es weitergeht. Wie Dengler neigt der Zuhörer dazu, an die Unschuld von Voss zu glauben, doch es fällt schwer. Durch die Erzählweise entsteht zunächst kein Mehrwissen, so dass die Handlung weiter verfolgt werden muss, um Stück für Stück die Lösung des Falls zu ergründen. Dabei gerät auch Dengler selbst schließlich unter Verdacht.

Vielleicht muss man interessiert an den Taktiken der Industrie sein, um die Eröffnungen Assmanns ebenfalls spannend und interessant zu finden. Wichtig ist es auf jeden Fall, sie so vielen Menschen wie möglich bekannt zu machen. Was Assmann seinem Entführer eröffnet ist erschreckend und leider wahr. Wer sich mit dem Thema schon ein wenig beschäftigt hat, kennt wohl die meisten Machenschaften, die hier offen gelegt werden. Die Wege, wie sich die Pharmaindustrie ihre überhöhten und unangemessenen Gewinne erwirtschaftet sind definitiv unmoralisch, leider aber nur bedingt illegal. Zu groß ist ihre Lobby. Zwar existiert die hier genannte Firma nicht, doch scheut Schorlau nicht davor zurück die Namen der realen Pharmariesen zu nennen und zu sagen, dass diese es nicht anders handhaben. Doch er zeigt auch, dass wir Patienten mit Nachfragen ein wenig Einfluss nehmen können.

Das Hörbuch ist keine vollständig Lesung, sondern eine gekürzte Fassung. Dies scheint, liest man Rezensionen des Romans, der Erzählung gut getan zu haben, denn die oft angeführte Kritik, das Thema Stuttgart 21 nehme unangemessen viel Raum ein, gilt hier nicht. Manche Zusammenhänge wirken ein wenig zu konstruiert, wobei es jedoch nicht unglaubwürdig wird.

Ich persönlich ziehe Hörbücher, die von Männern gesprochen werden vor, da es Männern in der Regel besser gelingt, ihre Stimme so zu variieren, dass man die unterschiedlichen Charaktere gut unterscheiden kann, wenn diese sprechen. Dies trifft hier leider nicht zu. Es gibt einige Dialoge, bei denen man sehr genau hinhören muss, um festzustellen, welche Aussage gerade von wem getroffen wird.

Im Ganzen liegt hier ein spannendes und interessantes Krimihörbuch vor.

S. Brink

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Format
Jewels Case CDs
Jahr
2015
Verlag
Audio Media
Laufzeit
351
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