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Lepucki, Edan: California

Artikelnummer: 978-3-351-05019-1

In einer düsteren Zukunft finden die schwangere Frida und ihr Freund Calvin Schutz in einer Kommune. Doch ihr ungeborenes Kind weckt unangemessenes Interesse

Gewicht: 0.54 kg

Rezension:

Die USA in ca. 130 Jahren. In den Städten gibt es nichts mehr, aber es haben sich Communitys gegründet, die angeblich alles haben.
Cal und Frida sind aus LA in die Wildnis geflüchtet, wo sie sich einsam und mühsam versorgen. Nur ein Mal im Monat kommt ein Händler mit einem Karren für Tauschgeschäfte vorbei. Doch er erzählt nichts von den anderen, die er trifft.
Als Frida meint, schwanger zu sein, überredet sie Cal nach einer Gruppe von Menschen zu suchen, die angeblich abgeschottet zwei Tagesreisen entfernt leben.

Dystopien sind die momentane Welle im Jugendbuch, da kommen viele Autoren auf die Idee, auf den Zug aufzuspringen. Dies geht oft auf Kosten der Qualität, so auch hier. Der Leser erfährt nicht, warum und wie genau sich die USA oder die Welt? Verändert haben In der Natur SCHEINT es alles zum Leben notwendige zu geben und auch Ackerbau scheint möglich zu sein, doch ebenso scheinbar, tut es niemand. So wirken die wenigen Informationen, die zur Welt gegeben werden, wie die unbedingt nötigen Brocken, zum Verständnis der Handlung. Meist wird aus Fridas Sicht erzählt, wobei Gegenwart und Erinnerungen abwechseln, doch manchmal wechselt die Perspektive auch zu Cal.
Das Paar wird von der Gemeinschaft, die sich eigentlich abschottet, aufgenommen. Auch hier wirkt der Grund ein wenig konstruiert und liegt nicht, wie der Rückentext suggeriert, in Fridas Schwangerschaft. Der Anführer hat alle gut unter Kontrolle und er verheimlicht nicht nur den Neuankömmlingen einiges. Was, wird gegen Ende klar und jetzt, wo die Handlung spannend werden könnte, endet der Roman.
Der Erzählung fehlt Tiefe und Spannung. Weder werden Gefühle oder Ängste auf den Leser übertragen, noch wirkliche Neugierde auf die Hintergründe des Geschehens geweckt. Auch gibt es keinen Anlass, über die angesprochenen moralischen Konflikte nachzudenken.
Ein Roman, dessen Handlung ein ungenutztes Potential bietet.

S. Brink

Verlagsinformation:

Das Ende des amerikanischen Traums

Nach einer Folge von verheerenden Naturkatastrophen stehen die Vereinigten Staaten am Rande des Zusammenbruchs. Im politischen Vakuum gehen Armut und Terror Hand in Hand. Wer Geld hat, flüchtet und verbarrikadiert sich in Gated-Communitys. Die Übrigen haben nur eine Chance zu überleben – Flucht in die Wildnis.
So auch das junge Paar Cal und Frida. Nur mit dem Nötigsten brechen sie auf und finden am Rande eines Waldes in einer kleinen Hütte Unterschlupf. Als Frida bemerkt, dass sie schwanger ist, könnte das der schönste Moment ihres Lebens sein. Stattdessen hat sie panische Angst. Als sie und Cal von einer geheimen Kommune namens The Land erfahren, keimt Hoffnung auf. Doch die Bewohner von The Land haben ein dunkles Geheimnis, das nicht nur Frida und Cal betrifft, sondern vor allem ihr ungeborenes Kind. Wie weit darf man gehen, um den zu schützen, den man liebt?

California führt in eine Zukunft, die viel näher ist, als uns lieb sein kann, und erschafft ein bedrückend erhellendes Panorama der Menschlichkeit unter extremen Bedingungen.

© Aufbau Verlag

weitere Titel der Autorin

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Format
gebunden mit Leseband
Seiten
415
Jahr
2015
Verlag
Blumenbar
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