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Wöhrmann, Maike: Mats und Opa: Ein Gespräch über das Sterben

Artikelnummer: 978-3-649-66710-0

Mats und Opa, die beide sterben werden, sprechen über den Tod

Gewicht: 0.581 kg

Rezension:

Mats, gerade einmal 11 Jahre alt bekommt Krebs und wird sterben. Zur gleichen Zeit ist auch sein Opa unheilbar erkrankt. Beide führen Gespräche über das Sterben, über die Ungewissheit, was danach kommt, aber auch über das, was sein könnte. Dabei überwiegt die Vorstellung, dass die Seele vor der Geburt existierte und nach dem Tod weiterleben wird. Wie? Vielleicht verwandeln wir uns, wie eine Raupe sich in einen Schmetterling verwandelt. Diese Vorstellung hat beiden Kraft gegeben und sie in einen ruhigen Tod begleitet.

Dieses Kinderbuch, das sich an Leser ab ca. 8 Jahren wendet, ist nicht nur eine Geschichte, die Kindern bei der Auseinandersetzung mit dem Tod helfen soll. Was hier erzählt wird, ist wirklich passiert und Mats Mutter ist es, die anderen Familien durch die Veröffentlichung des Textes und der Bilder helfen will.

Mats und seine Familie tun etwas, dass leider in unserer Gesellschaft eher selten ist: Sie gehen offen mit dem Thema Tod um. Opa bietet Mats auf seine Fragen hin unreligiöse und trotzdem tröstliche Antworten. Jeder Mensch erlebt viele Veränderungen und Abschiede im Leben, der Tod ist der letzte dieser Abschiede. Niemand verlässt gerne etwas, dass er gerne tut. Mats Opa vergleicht das Leben mit dem Besuch eines Freizeitparkes, den eigentlich auch niemand verlassen möchte. Schließlich sehen beide eine Parallele zur Entstehung eines Schmetterlings. All diese Vorstellungen passen sehr gut zum Thema und geben Hoffnung und Zuversicht.

Das Buch endet nicht fröhlich. Erst stirbt Opa und noch kurz zuvor spricht er mit Mats. Aber der junge Leser begleitet auch Mats, seine Freunde und seine Familie in dessen letzten Tagen und im Sterben. Opa hat ihm versprochen, wenn möglich ein Zeichen zu senden und dies meint Mats in einer Amsel zu sehen. Seiner Mutter sagt er, er wolle ihr gerne als Kaninchen eine Botschaft senden und tatsächlich hat sie nach Mats Tod eine Begegnung mit einem Kaninchen.

Ein Buch, das nicht verschont, aber Hoffnung und Trost gibt. Es sollte in keiner Schule fehlen.

S. Brink

Verlagsinformationen:

„Wir waren eine ganz normale Familie – bis zu dem Tag, als der Tod an unsere Tür klopfte. Plötzlich ist alles anders." Mats und sein Opa leiden beide an einer tödlichen Krankheit. Wie spricht man mit seinem Kind über das Sterben? Was ist so erschreckend daran? Was tröstet? Es kommt auf unsere Perspektive, unsere Wahrnehmung an und auf das, was wir glauben … Dies ist kein Buch, dass es dem Leser leicht macht. Die Geschichte ist schmerzvoll, sie wurde erlebt und erlitten. Aber sie kann Betroffenen und allen Menschen in ausweglos erscheinenden Situationen Trost spenden.

© Coppenrath Verlag

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Format
gebunden
Seiten
71
Jahr
2015
Verlag
Coppenrath
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