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Kiefer, Lena: Die Welt wird brennen - Ophelia Scale Bd. 1

Artikelnummer: 978-3-641-23095-1

So, wie sich die Welt entwickelt hat, will Ophilia sie nicht belassen

Rezension/Werbung:

Ophelia lebt in einer zukünftigen Welt (2134), in der Technologie, vor allem Computertechnologie weitestgehend verboten ist, obwohl sie schon sehr viel weiter entwickelt war als heute. Ihr Traum, als das Verbot erlassen wurde, war es Ingenieurin zu werden und sie kann es nicht verwinden, dass ihr dies nun verwehrt ist. Deshalb gehört sie auch einer Untergrundorganisation an, deren Ziel es ist, dieses Verbot rückgängig zu machen. Der Mord am König scheint ihnen dafür der richtige und einzige Weg.
Als Anwärter für die Garden des Königs gesucht werden, meldet sie sich, auch weil sie Rache will, da ihr Freund entlarvt und einer Gehirnwäsche unterzogen worden war, nach der er sich nun an nichts mehr der letzten Jahre erinnert und sich verhält wie ein 10jähriges Kind.

Ophelia wird in das Programm aufgenommen und von diesem Zeitpunkt an muss sie permanent Entscheidungen treffen. Neue Informationen lassen manch Bekanntes in anderem Licht erscheinen und vor allem Lucien, der Bruder des Regenten, weckt Gefühle in ihr, die sie glaubte, nie wieder fühlen zu können.
Es gelingt ihr, so weit in den inneren Kreis zu kommen, dass ein Attentat auf den König möglich ist.

Lena Kiefer wird im Vorwort als Debütautorin mit neuen Ideen gelobt. Tatsächlich weicht der Entwurf ihrer Zukunft von den meistens genutzten Katastrophenszenarien ab. In Ihrer Zukunft wurde die vernetzte Technologie angeblich aus Vernunftgründen, weitgehend abgeschafft. Wie nicht anders zu erwarten, trägt aber jeder einen implantierten Chip, der u. a. zur Überwachung der Nutzung der noch vorhandenen Technologien dient. Dies sind z. B. E-Reader, selbst fahrende Fahrzeuge für alle oder Geschirrspüler und Waschmaschinen.
Für die Menschen existiert eine ausreichende Grundversorgung mit Wohnraum, Nahrung und Medizin. Es gibt viele, die den Kurs der Regierungen der Welt nicht nur unterstützen sondern sogar noch weiter gehen und versuchen, ein absolut ökologisches Leben zu führen.
Ophelia gehört zum Widerstand, der die Technik wieder einführen will. Die Autorin regt durch Ophelias Diskussionen mit anderen Figuren den Leser an, selbst darüber nachzudenken, inwieweit Technik, vor allem KI, eher hilfreich oder gefährlich ist.

Die Geschichte wird aus Ophelias Sicht beschrieben, was mit dazu führt, dass sich der Leser leicht mit ihr identifizieren kann. Auch die Ortsbeschreibungen und die anderen Figuren, kann man sich gut vorstellen. Allerdings bleiben dem Leser deren Gedanken und Gefühle verschlossen, da diese nur aus Ophilias Sicht erläutert werden.

Was zunächst nach einer recht durchschaubaren und vorhersehbaren Handlung aussieht, birgt immer wieder neue, aber nachvollziehbare Wendungen, die Ophelia in Gefahr und Verwirrung bringen. So bleibt der Roman spannend bis zum Ende, bei dem man sich, dank eines Cliffhangers, fragt, wie es im zweiten Band weiter gehen wird.

Bisher habe ich keine Dystopie gelesen, die in ihrer Darstellung der Zukunft wirklich konsequent ist. Auch dieses Buch zeigt Schwächen in dieser Beziehung, jedoch nur kleine. So verfügt die Regierung über die Möglichkeit Gehirne so zu manipulieren, dass gezielt einige Jahre Erinnerungen ausgelöscht werden können. Es gibt jedoch einige Stellen im Roman, in denen der Einsatz z. B. von schon jetzt existierenden Wahrheitsdrogen sinnvoll gewesen wäre und nicht vorgenommen wurde, wodurch die Handlung dann im Sinne der Autorin fortlaufen konnte.

Kiefers Sprachstil ist in Bezug auf das Zielpublikum des jugendlichen Lesers ab ca. 13 Jahren angemessen. Der Text lässt sich leicht lesen, ist aber nicht bemüht, sich der Sprache des Publikums anzugleichen. Es herrscht auch zwischen den Figuren bei Streitigkeiten ein akzeptabler Umgangston.
Schade ist es allerdings, dass eine deutsche Autorin es für sinnvoll hält, viele Begriffe, ohne das dies nötig ist, in Englisch zu verwenden (dish-unit = Geschirrspüler). Manches bleibt dadurch auch lange ungeklärt, z.B. was ein „Clearing“ genau ist.

Der gelungener Auftakt einer neuen Reihe, nicht nur für weibliche und junge Leserinnen.

Unabhängige Besprechung eines erbetenen Leseexemplars.

© Stefanie Brink buchinformationen

Verlagsinformationen:

Hoffnung ist stärker als Hass, Liebe ist stärker als Furcht

Die 18-jährige Ophelia Scale lebt im England einer nicht zu fernen Zukunft, in dem Technologie per Gesetz vom Regenten verboten ist. Die technikbegeisterte und mutige Kämpferin Ophelia hat sich dem Widerstand angeschlossen und wird auserkoren, sich beim royalen Geheimdienst zu bewerben. Gelingt es ihr, sich in dem harten Wettkampf durchzusetzen, wird sie als eine der Leibwachen in der Position sein, ein Attentat auf den Herrscher zu verüben. Doch im Schloss angekommen, verliebt sie sich unsterblich in den geheimnisvollen Lucien - den Bruder des Regenten. Und nun muss Ophelia sich entscheiden zwischen Loyalität und Verrat, Liebe und Hass ...

Altersempfehlung: ab 13 Jahren

© Cbj Verlag

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